Es war ihre erste Show zu ihrem autobiographischen Roman „Pixie“, und so hat man Andrea Mohr auch eine gehörige Portion Nervosität angemerkt. Aber sie hat sich zunehmend wohler gefühlt im Schaufenster der Ideenwerkstatt allergutendinge. Bei der an die Show angeschlossenen Diskussion über das Thema war das Eis zwischen Publikum und Autorin schließlich vollends geschmolzen – auch wenn nicht alle Zuhörer mit den Ansichten von Andrea Mohr alias Pixie einverstanden waren. Darum gehe es ihr aber auch nicht: sie möchte kein Buch vorstellen, das Drogenschmuggel als Kavaliersdelikt verharmlost und Knastaufenthalte als biographisches must-have stilisiert. Allergisch reagiert sie allerdings, wenn man sie suggestiv zum Anti-Drogen-Paulus machen will. Vorurteile wolle sie abbauen und durch die tiefen Einblicke in den Alltag in einem Hochsicherheitstrakt deren Insassen auch ein Stück Menschlichkeit wiedergeben. „Ein Buch von uns und für uns“ (wobei „uns“ die Insassen des so genannten australischen Frauengefängnisses „Deer Park“ meint). Aber eben auch zum Nachdenken wolle sie anregen, ob verschärfte Haftbedingungen tatsächlich den gewünschten pädagogischen Lerneffekt erzielen – oder ob so nicht eingliederungsinkompatible, neurotische und verstörte Individuen „entstehen“ – besonders tragisch natürlich im Falle von „Justizirrtümern“, wie sie auch in Deer Park zu finden waren. Hier ein paar Fotos vom Abend.

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