Lady finger, dipped in moonlight, writing „What for?“ across the morning sky.
Sunlight splatters, dawn with answer, darkness shrugs and bids the day goodbye.
(Saint Stephen, Grateful Dead)


Gestern, am 4. Januar 2011, verstarb Hadayatullah Hübsch. Er war ein Autor, mit dem ich unglaublich gerne zusammengearbeitet habe und ein Mensch, der nicht nur den gONZoverlag, sondern auch mich persönlich mit seinem so(-und-nicht-anders)-Sein bereichert hat. Er war für mich eine Insel der Andersartigkeit, Fan des Unkonventionellen, Blickfelderweiterer, Wortversteher, Weltverdreher, Weitermachermutiger. Es war mir eine Ehre, ihn kennengelernt haben zu dürfen, ihn, der in unzähligen Briefen (die mir fehlen werden) nicht zuletzt Ratschläger für alle Verlagsangelegenheiten war.

Im Februar hätte sein Buch „Beatmana“ im gONZoverlag erscheinen sollen und in den kommenden Tagen wollten wir aushecken, wie wir den Literaturbetrieb im neuen Jahr „verunsichern“ könnten – wie er es immer so schön nannte. Ich hatte mich sehr darauf gefreut. In einer seiner letzten Mails schrieb er: „Wünsche ein gutes neues JA…“

Ich wünsche seiner Familie viel Kraft und Liebe für diese schwere Zeit.

In tiefer Trauer und Fassungslosigkeit, die ich mittels dieser ungelenken und sperrigen Wörter kaum angemessen auszudrücken verstehe – der alte Wortdompteur Hadayatullah hätte das mit Sicherheit besser hinbekommen.

Du fehlst.

Miriam

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