Samstag, 5. Februar 2011
16.00 Uhr
Signierstunde | Lesung | Diskussion mit Andrea Mohr
gONZo loves you
Eintritt: frei

Viele fragen schon seit geraumer Zeit, wann Pixie denn nun endlich auf Deutsch erscheint. Nun ist es endlich so weit. Anfang Januar erschien im Egmont VGS Verlag „Pixie. Vom Drogen-Jetset in den Frauenknast. Mein Leben“.
Damit bekommt das Thema auch bei uns mediale Aufmerksamkeit: Einige von Euch werden Andrea bei Markus Lanz gesehen oder die Story in der „Freundin“ gelesen haben. Natürlich ist das Buch als solches nach wie vor packend (an einigen Stellen packender, als man das als Leser möchte), auf der anderen Seite ist aber auch der mediale Umgang damit höchst spannend.

Am Samstag, den 5. Februar, macht Andrea einen Tour-Stopp in Mainz. Sie wird einen kurzen Ausschnitt aus der deutschen Version lesen (die an manchen Stellen sehr von der englischen Fassung abweicht. Auch das: spannend!), wird Bücher signieren (könnt eure Bücher mitbringen oder aber im gONZo loves you sowohl das Englische als auch das Deutsche kaufen) und sich gerne von Euch löchern lassen, wie das nun so ist, mit der Erwartungshaltung der Deutschen gegenüber Ihrer „Gangster“. Was Euch sonst noch so an diesem Nachmittag erwartet: lasst Euch überraschen…

Andrea Mohr, 1963 in Neustadt an der Weinstaße geboren, saß 5 Jahre in Haft in einem australischen Hochsicherheitsgefängnis für Frauen. Der Grund: Mitwisserschaft am Import von 5,5 Kilogramm Kokain nach Australien. Darüber schrieb sie ein Buch – „Pixie“ – das zunächst in Australien erschien und schnell ein Bestseller wurde. Nun ist es auch in Deutschland erschienen – und auch hier erzeugt es einige mediale Aufmerksamkeit. Der Focus liegt dabei aber nur zum Teil auf voyeuristischen Elementen wie Glamour, Jetset und Knasterfahrung. Ebenso groß ist das Interesse an Läuterung, Einsicht und Schuldeingeständnis. (Fragen im Bild-Zeitungsinterview, 02.05.2010: „Ist sie heute wirklich weg von den Drogen?“ „Kann aus einer Bösen noch eine Gute werden?“ Ähnlich Fragen s. Markus Lanz am 18.01.2011 und andere.)


Leisten wir uns das Kopfkino „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ nur dann, wenn hinterher jemand die Kinoreihen durchkehrt und -desinfiziert? Was ist dran an der Selbsterzählung der Tabulosigkeit unserer Gesellschaft? Wie viel Zensur findet in deutschen Medien statt? Und was sagt das über das Bild des mündigen Medienkonsumenten?


Über all das möchte ich am Samstag, den 5. Februar im gONZo loves you mit Andrea Mohr und mit Euch / Ihnen diskutieren.

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