Michael Geißler wurde 1942 in Berlin geboren, wo er mit fünf Geschwistern und seiner Mutter Kindheit und Jugend verbrachte.
Nach seiner Schulausbildung absolvierte er eine Kaufmannslehre. Darauf folgte ein Studium der Wirtschaftswerbung an der Akademie für Grafik, Druck und Werbung in Berlin. Er gehörte zum ersten Jahrgang der Berliner Filmakademie dffb (Kamera & Regie), wurde aber bereits nach einem Jahr zwangsexmatrikuliert (als Folge der Springer-Haus Besetzung).
Er hatte ab 1975 die technische Leitung des Video-Forums bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin inne. Und erhielt schließlich an der Freien Universität Berlin am Institut für Publizistik einen Lehrauftrag für „Alternative Medienarbeit“.
1969 gründete er die „V.A.M.-Future-Kids“, eine Video-Künstler Gruppe. V.A.M. steht für „VideoAudioMedia“. Die Videoarbeiten widmeten sich oft sozialen Themen wie dem deutschen Erziehungswesen oder Familienstrukturen oder aber auch kulturellen wie dem Living Theater. Am bekanntesten wurde sein Film „Wir müssen die weißen Indianer Europas werden“, der 1973 im NDR zu sehen war.
Insgesamt entstanden 370 Videoproduktionen, an denen er beteiligt war.
In seiner Zeit als Video-Künstler lebte er nur teilweise in Berlin. Seine ausgedehnten Reisen führten ihn immer wieder nach Italien, aber auch nach Indien und in andere Länder.
Im Dezember 2003 starb Michael Geißler in Berlin.

Michael Geißler im gONZoverlag:

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