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Südwestwärts 1&2
Road-Poem
ISBN: 978-3-944564-00-5

VÖ: März 2013
Preis: 10,00 €

Als ich die Manuskripte von Pablo Haller eingeschickt bekommen habe, hat es nicht wirklich lange gedauert bis ich dachte: Du solltest Pablo sofort schreiben, dass du das wahnsinnig gerne machen würdest. Und nun ist es fertig: Südwestwärts 1&2 – und es ist großartig geworden. Um auf den Autor zu rekurrieren, an dessen Westwärts 1&2 hier im Buchtitel angespielt wird: Außerordentlich und obszön! Florian Vetsch war schnell gewonnen, das Vorwort für dieses eindrückliche Road-Poem zu schreiben. Hadayatullah Hübsch widmete seinerzeit seinen Beatlyrikband Marock ’n‘ Roll Florian Vetsch. Da schließen sich mal wieder Kreise.

Hier ein paar kurze Auszüge aus dem Vorwort von Florian Vetsch:

Freilich lernte Pablo früh die Slam-Szene kennen, doch seine sensibel wuchtigen Lese-Performances haben ihre Wurzeln in der Beat-Ekstase, der Poésie sonore, der Spoken Word Art, in uralten rituellen Gesängen, im Dada, im Jazz und im Punk. Nicht umsonst schreibt Haller nebenher Lyrics, welche, um nur ein Beispiel zu nennen, Franky Silence & Ghost Orchestra auf coolen und – angesichts Hallers anti-idyllischer Haltung – erstaunlich harmonischen CDs vertont haben. Auf Schweizerdeutsch hat der junge Barde seine voranpeitschenden, durch psychische wie geografische Räume taumelnden, von fragmentarischen Erkenntnissen durchzuckten Langgedichte «Ändnacht / Lichtarien» (2012) seinem Textband mit gleichem Namen auf CD mitgegeben. Darin heisst es unter anderem programmatisch: „ich schreis mit voltaire: / scheiss auf kunst / ich will revolte!“

Und nun «Südwestwärts 1&2». Ein eindrücklicher Band, in dem Haller Spuren auslegt und verwischt. Er montiert, den beigegebenen Collagen adäquat, Texte, Zonen und Zeiten zu einem Sprachstrom, der sich immer wieder am lyrischen Ich festmacht – das allerdings alles andere als eine fixe Größe ist. Als gesichertes Subjekt brechen das lyrische Ich bereits die Schnittstücke aus Brinkmanns «Westwärts 1&2» auf, die Haller in den zweiten Block seines Werks eingebaut hat.

[…]

Echos auf diese und weitere seiner Marokkoreisen finden sich in «Südwestwärts». Marokko liegt, von Luzern aus gesehen, südwestwärts.  Doch wie es von Pablo Haller nicht anders zu erwarten ist, führt er uns in seinem Road-Poem in kein Land von 1001 Nacht, sondern mitten hinein in die „algebra des verlangens“ und hart heran an die Verwerfungen der Gegenwart. Seine Gedichte sind „versuche hinter die frontlinie / zu gelangen“, die politischen Grenzen genauso wie diejenigen  des Bewusstseins zu sprengen und ein ganz Anderes in den Blick zu bringen.

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