Trotz der Liebe- und Frieden-Wochen, muss ich meinem Unmut mal Luft machen, bevor ich davon neben einem Nervenleiden auch noch Magenkrebs bekomme.
Mitte März haben wir ja unsere „Poems You See“-Bücher geliefert bekommen – mit zwei auf dem Kopf stehenden Seiten, schief geschnitten und extrem zerkratzen Covern. Von CPI buchbücher.de. Nach geschlagenen 6 Wochen, unzähligen Verhandlungsmails, Bücherkontrolle meinerseits und einem extrem lächerlichen „Reparaturversuch“ der Bücher, kamen schließlich die Neuen: schöner Anti-Kratzlack, alle Seiten richtig rum, fast ein schönes Buch. Bis auf den kleinen Umstand, dass sich unter der Kaschierung Lufteinschlüsse befinden und sich besagte Kaschierung einfach ablöst. Seit dieser Lieferung haben es die Damen und Herren von CPI buchbücher.de aus Birkach aber nicht mal mehr nötig, auf meine Mails zu reagieren. Stattdessen werden sie nicht müde Rechnungen über den vollen Rechnungsbetrag zu schicken mit Androhung der Einleitung rechtlicher Schritte. Das ist das Kackfrechste und Unverschämteste, was ich je erlebt habe! Aber klar, was kümmert die die Kundenzufriedenheit eines winzigen Verlages aus der Provinz! Denen doch egal.
Tja, warte ich jetzt auf deren Anwalt, überweise ich den vollen Betrag und kann dafür endlich einen Haken an diese never ending Story machen (als Einfrauverlag hat man rein zufälliger Weise auch noch anderes zu tun) oder ziehe ich vom Rechnungsbetrag 15% für die zeitliche Verzögerung, die schreiende Inkompetenz der Druckerei und die magelhaften Bücher ab (wobei 15% von maßloser Kulanz meinerseits zeugen) und überweise den Rest? (Wetten, die treiben selbst diese dann fehlenden 15% rechtlich ein!) Was denkt ihr?
In jedem Fall bitte ich Euch, das weiterzuerzählen. Warnt andere Kleinverlage vor dieser Druckerei! Und wenn jemand einen kompetenten Vortrag zum Thema „Was in einer Druckerei alles schief gehen kann – wie man’s nicht macht“ braucht, komme ich gerne vorbei und referiere zum Thema am Beispiel dreier bei CPI buchbücher.de produzierter Titel. Oder ich mache ein Lehrbuch, in dem genau das Dokumentiert ist (mein Favorit sind die zwei Drittel „Am Leben sein“, in denen die Schnittmarken IM Buch sind, man sich also um gepflegte 8mm verschnitten hat). Drucken lassen werde ich es bei CPI buchbücher.de – vielleicht haben die durch die Produktion dem Thema noch etwas hinzuzufügen.

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